Tools

Zapier Kosten 2026: Tarife, Tasks und günstigere Wege

Zapier Kosten 2026: alle Tarife und Task-Stufen, Rechenbeispiele für typische KMU-Abläufe, Spartipps und derselbe Ablauf bei Make und n8n.

von Linh Phung Hoangveröffentlicht 14 Min. Lesezeit
Inhalt

Kurze Antwort: Die Zapier Kosten liegen 2026 zwischen 0 US-Dollar (Free, 100 Tasks) und mehreren Tausend US-Dollar im Monat. Der erste bezahlte Tarif, Professional, kostet 19,99 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung und enthält 750 Tasks. Den Ausschlag gibt nicht der Tarif, sondern die Zahl der Tasks: Jeder erfolgreiche Aktionsschritt zählt, ein KI-Schritt bis zu fünffach.

Aktualisiert: Oktober 2026. Alle Preise habe ich am 16. Oktober 2026 auf der Preisseite von Zapier und in der Zapier-Hilfe geprüft. Zapier rechnet in US-Dollar ab, alle Preise verstehen sich ohne Steuern. Preise ändern sich, prüfen Sie sie vor einer Entscheidung bitte selbst.

Ich bin Linh Phung Hoang, Entwickler in Berlin mit acht Jahren Full-Stack-Erfahrung. Ich baue KI-Agenten und Automatisierungen für kleine Firmen, meistens mit n8n. Das sollten Sie wissen, wenn Sie meine Einschätzung zu Zapier lesen. Affiliate-Links gibt es auf dieser Seite nicht. Wenn Sie lieber gleich mit Ihren eigenen Zahlen rechnen: Im kostenlosen Prozess-Check gehen wir Ihre Zaps gemeinsam durch, den Link finden Sie am Ende des Artikels.

Was kostet Zapier? Die Tarife 2026 im Überblick

TarifPro Monat bei jährlicher ZahlungBei monatlicher ZahlungTasks pro MonatWichtigste Grenzen
Free0 $0 $100nur zweistufige Zaps, Prüfung auf neue Daten alle 15 Minuten, 1 Nutzer
Professionalab 19,99 $ab 29,99 $750 bis 2 Millionenmehrstufige Zaps, Prüfung alle 2 Minuten, 1 Nutzer
Teamab 69 $ab 103,50 $2.000 bis 2 Millionenbis 25 Nutzer, geteilte Zaps und Zugänge, Anmeldung per SAML-SSO
Enterpriseauf Anfrageauf AnfrageJahreskontingentunbegrenzte Nutzer, eigene Aufbewahrungsfristen

Drei Punkte stehen nicht groß auf der Preisseite, sind für deutsche Firmen aber wichtig:

  • Jährlich oder monatlich: Die jährliche Zahlung ist laut Zapier 33 % günstiger. Dafür zahlen Sie das ganze Jahr auf einmal, beim kleinsten Professional-Tarif also 239,88 US-Dollar.
  • Umsatzsteuer: Die Preise auf der Website sind ohne Steuern. Hinterlegen Sie eine gültige USt-IdNr. (VIES), berechnet Zapier laut Hilfeartikel zu Steuern keine Umsatzsteuer. Sie melden den Kauf dann im Reverse-Charge-Verfahren in Ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung.
  • Währung: Zahlen Sie per Kreditkarte oder PayPal in Euro, rechnet Zapier laut Hilfeartikel zur Währung zum Kurs am Zahltag um. Der Betrag schwankt also leicht mit dem Dollarkurs.

Zapier Preise nach Task-Stufe

Bei Professional und Team wählen Sie ein Task-Kontingent über einen Regler. Die Stufen bis 100.000 Tasks:

Tasks pro MonatProfessional jährlichProfessional monatlichTeam jährlichTeam monatlich
75019,99 $29,99 $nicht verfügbarnicht verfügbar
1.50039 $58,50 $nicht verfügbarnicht verfügbar
2.00049 $73,50 $69 $103,50 $
5.00089 $133,50 $119 $178,50 $
10.000129 $193,50 $169 $253,50 $
20.000189 $283,50 $249 $373,50 $
50.000289 $433,50 $399 $598,50 $
100.000489 $733,50 $599 $898,50 $

Die Liste geht bis 2 Millionen Tasks, darüber verhandelt Zapier im Enterprise-Tarif. Wichtig: Das Kontingent gilt für das ganze Konto. Alle Zaps teilen sich denselben Topf.

Was ist ein Task, und was zählt nicht?

Ein Zap ist bei Zapier ein automatischer Ablauf. Er beginnt mit einem Auslöser (Trigger), zum Beispiel „neue E-Mail im Postfach“. Danach folgen Aktionen, etwa „Kontakt im CRM anlegen“. Ein Task ist eine Aktion, die erfolgreich ausgeführt wurde. Die genauen Regeln stehen im Hilfeartikel zu Tasks, zuletzt aktualisiert am 21. August 2026:

Kostet TasksKostet nichts
jede erfolgreiche Aktion, etwa CRM-Eintrag, E-Mail oder Tabellenzeile: 1 TaskAuslöser und das regelmäßige Prüfen auf neue Daten
Suchschritt, der auch ohne Treffer weiterläuft: 1 TaskFilter und Paths (Verzweigungen)
Code by Zapier mit Standardlaufzeit: 1 TaskFormatter (Texte und Daten umformen), Delay, Looping, Digest, Storage
Freigabe per Human in the Loop: zählt als Task, aber nur erfolgreiche FreigabenSchritte in Zapier Tables und Zapier Forms
Werkzeugaufruf über MCP: 2 Tasks, Lead Router: 5 Tasks pro Leadfehlgeschlagene oder angehaltene Aktionen
erneut abgespielter Zap (Replay): erfolgreiche Schritte zählen noch einmalZapier Agents, die ein eigenes Kontingent an „Aktivitäten“ haben

Warum ein KI-Schritt bis zu 5 Tasks kostet

Seit dem 15. Juni 2026 rechnet Zapier KI-Schritte (AI by Zapier) nach Modellstufe ab. Laut Hilfeartikel zu den Modellstufen, Stand 1. Oktober 2026, gilt: Tasks pro Lauf sind der Faktor der Stufe plus die Zahl der Werkzeugaufrufe mal Faktor. Ein Werkzeugaufruf liegt vor, wenn die KI während des Schritts selbst eine App-Aktion oder eine Wissensquelle nutzt.

ModellstufeFaktorKI-Schritt ohne WerkzeugeKI-Schritt mit 2 Werkzeugaufrufen
Standard11 Tasknicht möglich, Standard nutzt keine Werkzeuge
Advanced33 Tasks9 Tasks
Premium55 Tasks15 Tasks
eigener KI-Zugang mit eigenem API-Schlüssel11 Task3 Tasks

Die Falle: Neue KI-Schritte stehen in bezahlten Tarifen standardmäßig auf Premium. Wer die Einstellung nicht ändert, zahlt für eine einfache Einordnung von E-Mails fünfmal so viel wie nötig. Mit eigenem KI-Zugang zahlen Sie den Modellanbieter zusätzlich direkt. Bei kurzen Texten und einem günstigen Modell sind das nach meiner Erfahrung oft nur Bruchteile eines Cents pro Lauf, prüfen Sie die Preisliste Ihres Anbieters. Erreicht ein KI-Schritt in einem Lauf 75 Tasks (Standardgrenze, einstellbar bis 500), hält Zapier ihn an, bis Sie ihn im Zap-Verlauf freigeben.

Ist Zapier kostenlos?

Ja, mit Einschränkungen. Der Free-Tarif enthält 100 Tasks im Monat, prüft nur alle 15 Minuten auf neue Daten und erlaubt nur zweistufige Zaps: ein Auslöser, eine Aktion. KI-Schritte (AI by Zapier) sind laut Preisseite nicht enthalten, Sie können sie nur in der Vorschau eines Zaps ausprobieren. Ein Ablauf wie „neue Formular-Antwort wird zur Tabellenzeile“ funktioniert kostenlos. Sobald ein Vorgang ins CRM soll, das Team benachrichtigt und eine Bestätigung verschickt wird, brauchen Sie Professional. Den Tarif können Sie 14 Tage ohne Kreditkarte testen.

Warum steigt die Zapier-Rechnung mit der Zeit?

Meistens nicht, weil Zapier die Preise erhöht, sondern weil Ihre Zaps wachsen. Diese sechs Treiber sehe ich am häufigsten:

  1. Mehr Schritte: Jede zusätzliche Aktion kostet bei jedem Vorgang einen Task. Aus 3 Schritten bei 300 Vorgängen werden mit 2 neuen Schritten 1.500 statt 900 Tasks.
  2. Mehr Vorgänge: Die Stufen springen. Wer von 2.000 auf 2.100 Tasks wächst, landet in der 5.000er-Stufe oder im Mehrverbrauch.
  3. KI-Schritte auf Premium: Siehe oben, 5 Tasks statt 1 pro Schritt, mit Werkzeugen noch mehr.
  4. Kolleginnen sollen mitarbeiten: Professional hat einen Nutzer. Eine Freigabe über Human in the Loop kann dort nur an Sie selbst gehen. Sobald eine Kollegin freigeben oder Zaps mitpflegen soll, brauchen Sie Team, ab 69 statt 19,99 US-Dollar.
  5. Mehrverbrauch läuft automatisch: Bei Konten, die nach Januar 2024 angelegt wurden, ist Pay-per-task standardmäßig aktiv. Zusätzliche Tasks kosten laut Preisseite das 1,25-Fache des normalen Task-Preises bei jährlicher Zahlung, das 2,5-Fache bei monatlicher. Gestoppt wird erst beim Dreifachen Ihres Kontingents. Schalten Sie die Funktion in den Billing settings ab, hält Zapier neue Läufe an, sobald das Kontingent leer ist. Dann bleiben zum Beispiel Kundenanfragen liegen.
  6. Schleifen und Wiederholungen: Der Looping-Schritt selbst ist kostenlos, aber jede Aktion in der Schleife zählt pro Durchgang. Eine Bestellung mit fünf Positionen kostet dann fünf Tasks statt einem. Auch ein Replay nach einem Fehler zählt bereits erfolgreiche Schritte noch einmal.

Beispielrechnung, Annahmen: ein Zap für Website-Anfragen, Professional, jährliche Zahlung, kleinste Stufe mit Puffer.

StartEin Jahr später
Anfragen pro Monat150300
AktionenCRM-Eintrag, Teams-Nachricht, Bestätigungsmailzusätzlich CRM-Suche und KI-Vorqualifizierung auf Premium
Tasks pro Anfrage39
Tasks pro Monat4502.700
Stufe und Preis pro Monat750er-Stufe: 19,99 $5.000er-Stufe: 89 $

Derselbe Zap kostet nach einem Jahr das 4,5-Fache, ohne dass sich an Zapiers Preisliste etwas geändert hat. Stellen Sie den KI-Schritt auf Standard, sind es 5 Tasks pro Anfrage, 1.500 im Monat und mit Puffer die 2.000er-Stufe für 49 US-Dollar.

Rechenbeispiele für typische KMU-Workflows

Annahmen für alle drei Beispiele: Professional, Preise bei jährlicher und monatlicher Zahlung, Stand 16. Oktober 2026. Tasks gezählt nach den Zapier-Regeln oben, eine Freigabe per Human in the Loop setze ich mit 1 Task an. Gewählt ist jeweils die kleinste Stufe mit Puffer. Kosten für einen eigenen KI-Zugang und Ihre Arbeitszeit sind nicht enthalten.

A. Website-Anfrage ins CRM (150 Anfragen im Monat): Auslöser neue Formular-Anfrage (0), Formatter bereinigt Telefonnummer (0), Filter sortiert Spam aus (0), Kontakt im CRM anlegen (1), Teams-Nachricht an den Vertrieb (1), Bestätigungsmail an den Interessenten (1). Ergebnis: 3 Tasks pro Anfrage.

B. Eingangsrechnungen mit KI auslesen (300 Rechnungen im Monat): Auslöser neue E-Mail mit Anhang (0), Filter nur PDF (0), Anhang im Cloud-Ordner ablegen (1), KI liest Rechnungsnummer, Betrag und Fälligkeit aus (Premium 5, Standard 1), Zeile in Google Sheets (1), Freigabe per Human in the Loop (1), Weiterleitung an die Buchhaltung (1). Ergebnis: 9 Tasks auf Premium, 5 auf Standard. Prüfen Sie vorher, ob Ihr Buchhaltungsprogramm das schon kann: Lexware Office (früher lexoffice) und sevDesk bringen eine eigene Belegerkennung mit.

C. Shop-Bestellung bis Lager (1.500 Bestellungen im Monat): Auslöser neue Bestellung (0), Kunde im CRM suchen (1), Kunde anlegen oder aktualisieren (1), Rechnung in der Buchhaltung erstellen (1), Nachricht ans Lager (1). Ergebnis: 4 Tasks. Erweitert um eine Bewertungsanfrage nach sieben Tagen (Delay 0, E-Mail 1) und Lagerbestand je Position in einer Schleife (im Schnitt 3 Positionen): 8 Tasks.

AblaufTasks pro VorgangTasks pro MonatStufeJährlichMonatlich
A. Anfrage ins CRM345075019,99 $29,99 $
B. Rechnungen, KI auf Premium92.7005.00089 $133,50 $
B. Rechnungen, KI auf Standard51.5002.00049 $73,50 $
C. Bestellungen46.00010.000129 $193,50 $
C. Bestellungen, erweitert812.00020.000189 $283,50 $

Laufen A, B auf Premium und C gemeinsam in einem Konto, sind das 9.150 Tasks. Die 10.000er-Stufe für 129 US-Dollar reicht dann knapp, ein starker Monat rutscht in den Mehrverbrauch. Soll eine Kollegin die Rechnungen in B freigeben, kommen Sie in den Team-Tarif: für dieselben 10.000 Tasks 169 US-Dollar.

Wie Sie die Zapier Kosten senken

Bevor Sie das Tool wechseln, lohnt sich ein Blick in die eigenen Zaps. Diese Hebel greifen sofort:

  1. Filter ganz nach vorn. Filter sind kostenlos. Sortieren Sie Spam, Dubletten und interne E-Mails aus, bevor die erste Aktion läuft.
  2. KI-Stufe bewusst wählen. Für Einordnen und Auslesen reicht oft Standard. Im Beispiel B sinkt der Verbrauch damit von 9 auf 5 Tasks pro Rechnung.
  3. Eigenen KI-Zugang nutzen. Mit eigenem API-Schlüssel gilt Faktor 1, auch für Advanced- und Premium-Modelle. Die Tokens zahlen Sie dann direkt beim Anbieter.
  4. Benachrichtigungen bündeln. Mit Digest by Zapier, ebenfalls kostenlos, geht eine Sammelnachricht pro Tag ins Team statt einer pro Vorgang, überall dort, wo es nicht eilt. In Beispiel A spart das bei 150 Anfragen rund 120 Tasks im Monat.
  5. Suchschritte richtig einstellen. Darf der Zap ohne Treffer stoppen, kostet die Suche 0 statt 1 Task.
  6. Zwischenspeicher in Zapier Tables. Tables-Schritte zählen nicht als Task. Bedenken Sie aber, dass die Daten dann bei Zapier in den USA liegen.
  7. Nicht vorschnell jährlich buchen. Messen Sie zwei bis drei Monate monatlich, dann wählen Sie die Stufe mit 20 % Puffer und wechseln auf jährliche Zahlung.
  8. Jeden Monat die Task-Nutzung prüfen. Die Übersicht zeigt den Verbrauch pro Zap. Nach meiner Erfahrung verursachen meist ein oder zwei Zaps den Großteil der Tasks. Das ist ein Erfahrungswert, keine Messung.

Hilft das alles nicht, ziehen Sie nur die Zaps mit dem höchsten Verbrauch um und behalten den Rest bei Zapier.

Zapier vs. Make vs. n8n: Was kostet dieselbe Menge?

Die drei Tools zählen unterschiedlich. Zapier zählt jede Aktion, Make zählt Credits für fast jedes Modul, auch für den Auslöser, n8n zählt nur den kompletten Durchlauf als eine Ausführung.

Beispielrechnung, Annahmen: Ablauf C mit Auslöser und vier Aktionen. Das ergibt 4 Tasks bei Zapier, 5 Credits bei Make (Auslöser per Webhook, 1 Credit) und 1 Ausführung bei n8n. Preise bei jährlicher Zahlung, ohne Steuern, Stand 16. Oktober 2026. Umrechnung mit einem angenommenen Kurs von 1 US-Dollar = 0,87 Euro. Make-Preise laut Auswertung vom 26. September 2026, n8n laut n8n-Preisseite (Starter 2.500, Pro 10.000 Ausführungen im Monat).

Vorgänge pro MonatZapier ProfessionalMake Coren8n Cloud
4001.600 Tasks: 49 $, rund 43 €2.000 Credits: 9 $, rund 8 €Starter: 20 €
1.5006.000 Tasks: 129 $, rund 112 €7.500 Credits: 9 $, rund 8 €Starter: 20 €
4.00016.000 Tasks: 189 $, rund 164 €20.000 Credits: höhere Stufe, Preis im Regler auf make.com prüfenPro: 50 €
8.00032.000 Tasks: 289 $, rund 251 €40.000 Credits: höhere Stufe, Preis im Regler prüfenPro: 50 €

Drei Dinge fallen auf. Make ist bei kleinen Mengen am günstigsten, solange die 10.000 Credits reichen. n8n wird mit jedem zusätzlichen Schritt relativ günstiger, weil ein Durchlauf immer eine Ausführung bleibt. Zapier hat einen Vorteil, der in der Tabelle fehlt: Das Prüfen auf neue Daten ist dort kostenlos. Bei Make verbraucht schon der zeitgesteuerte Auslöser Credits: Laut Make-Hilfe sind es bei einer Prüfung alle 5 Minuten 288 am Tag, rund 8.640 im Monat, nur für den Auslöser.

Alle Tarife von n8n inklusive Self-Hosting rechne ich unter n8n Kosten: Cloud, Self-Hosting und echte Preise durch. Funktionen, Freigaben und Datenschutz der drei Tools vergleicht n8n vs. Make vs. Zapier für deutsche KMU. Arbeitet Ihr Betrieb fast nur mit Outlook, Teams und SharePoint, lohnt zusätzlich ein Blick auf die Preise von Microsoft Power Automate.

Wann sich Wechsel oder Automatisierung nicht lohnen

Ein Umzug ist nicht kostenlos. Eine automatische Übernahme von Zapier zu Make oder n8n gibt es nicht, jeder Zap wird neu gebaut und getestet.

Beispielrechnung, Annahmen: 4 Stunden Umbau und Test pro Zap, angenommener Stundensatz 75 €, Ersparnis 50 € im Monat. Dann kostet der Umzug 300 € und hat sich nach sechs Monaten bezahlt gemacht. Bei 10 € Ersparnis im Monat dauert es zweieinhalb Jahre. Kleine Zaps mit wenigen Tasks lassen Sie deshalb besser, wo sie sind. Das ist eine Rechenannahme, kein Angebot von mir; was Ihr Projekt kostet, klären wir im Gespräch.

Unabhängig vom Tool gilt:

  • Seltene, instabile Abläufe oder schlechte Daten sind schlechte Kandidaten. Was nur ein paar Mal im Monat vorkommt oder sich ständig ändert, kostet manuell meist weniger, und unsaubere Daten verteilen ihre Fehler nur schneller.
  • KI-Schritte machen Fehler. Ein Modell kann überzeugend falsche Werte liefern, etwa einen falschen Rechnungsbetrag. Lassen Sie deshalb einen Menschen freigeben, bevor Geld fließt oder Kunden eine Antwort bekommen. Ist sich das Modell unsicher, sollte der Fall direkt bei einer Person landen.
  • Eingehende Texte können Anweisungen enthalten. Eine E-Mail kann versteckte Befehle an die KI enthalten (Prompt Injection). Ein KI-Schritt darf deshalb nie allein Zahlungen auslösen, Daten löschen oder Nachrichten nach außen senden.

Ob sich die Automatisierung insgesamt rechnet, inklusive Aufbau und Wartung, zeigt der Artikel Prozessautomatisierung: Kosten und ROI.

Datenschutz und Serverstandort: Wo liegen Ihre Daten bei Zapier?

Laut Datenschutz-Übersicht von Zapier liegen alle Daten auf AWS-Servern in den USA, auch die personenbezogenen Daten, die durch Ihre Zaps laufen. Eine Speicherung nur in der EU bietet Zapier laut derselben Seite nicht an. Das schließt Zapier nicht aus, verlangt aber ein paar Schritte:

  • Rechtsgrundlage für die Übermittlung in die USA: Zapier ist nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Dafür gibt es einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission vom 10. Juli 2023. Das EU-Gericht hat eine Klage dagegen am 3. September 2025 abgewiesen, ein Rechtsmittel beim EuGH ist seit dem 31. Oktober 2025 anhängig. Bis zu einer anderen Entscheidung gilt der Beschluss.
  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV): Zapiers Data Processing Addendum enthält Standardvertragsklauseln. Eigene AVV-Vorlagen unterschreibt Zapier nicht.
  • Speicherdauer: Zapier löscht am ersten Montag jedes Monats ältere Ablaufdaten und behält nur den laufenden und den Vormonat, also bis zu 69 Tage. Eine eigene, kürzere Frist von 7 bis 30 Tagen gibt es nur im Enterprise-Tarif.
  • KI-Schritte: Bei AI by Zapier gehen Inhalte zusätzlich an einen KI-Anbieter. Prüfen Sie in der Liste der Unterauftragsverarbeiter, wer das ist.

Checkliste vor dem Einsatz mit Kundendaten

  • AVV von Zapier herunterladen und ablegen
  • Zapier im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO) eintragen, mit Drittlandübermittlung
  • Datenschutzerklärung anpassen, wenn Daten von Website-Besuchern oder Kunden über Zapier laufen
  • Nur die Felder weitergeben, die der nächste Schritt wirklich braucht
  • Keine Gesundheitsdaten und keine Daten unter Berufsgeheimnis (§ 203 StGB, etwa bei Steuerberatern, Ärzten, Anwälten) ohne vorherige Prüfung durch Ihren Datenschutzbeauftragten

Für sensible Daten ist n8n auf einem Server in der EU meist die einfachere Lösung. Die weiteren Schritte stehen in meiner Checkliste für DSGVO-konforme KI. Diese Zusammenfassung ist keine Rechtsberatung.

Gibt es Zapier auf Deutsch?

Nein. Laut Zapier-Hilfe sind die Oberfläche und das Hilfe-Center nur auf Englisch verfügbar, Zapier empfiehlt die Übersetzungsfunktion des Browsers. Ihre Zaps verarbeiten deutsche Texte trotzdem problemlos und verschicken deutsche E-Mails. Mit Translate by Zapier lassen sich Texte innerhalb eines Ablaufs übersetzen.

Bei Zapier bleiben, optimieren oder wechseln?

Ihre SituationEmpfehlung
Unter 750 Tasks, eine Person pflegt die Zapsbei Zapier Professional bleiben
Rechnung steigt, aber die Schritte sind nie geprüft wordenzuerst optimieren: Filter, KI-Stufe, Digest
Mehrere Kolleginnen sollen freigeben oder Zaps pflegenTeam-Tarif gegen Make und n8n rechnen
Über 10.000 Tasks oder viele Schritte pro Ablaufdie teuersten Zaps zu n8n oder Make umziehen
Mandanten-, Patienten- oder Bewerberdatenn8n auf einem Server in der EU
Eine App, die nur Zapier anbindetdiesen einen Zap bei Zapier lassen

Fazit: Zapier ist günstig für wenig, teuer für viel

Zapier lohnt sich bei wenigen, kurzen Abläufen und kleinen Mengen. Es ist schnell eingerichtet und hat die meisten fertigen Anbindungen. Teuer wird es durch zusätzliche Schritte, wachsende Mengen, KI-Schritte auf Premium und den Sprung in den Team-Tarif. Bevor Sie wechseln, holen Sie mit Filtern, der richtigen KI-Stufe und gebündelten Nachrichten oft schon viel heraus. Erst bei großen Mengen oder sensiblen Daten führt an n8n oder Make kaum ein Weg vorbei.

Ihr nächster Schritt ist klein: Öffnen Sie diese Woche Ihre Task-Nutzung und schreiben Sie die drei teuersten Zaps auf. Wenn Sie noch keinen Ablauf automatisiert haben, beginnen Sie mit dem Leitfaden Prozessautomatisierung mit KI. Und wenn Sie die Zahlen lieber mit mir durchgehen möchten, buchen Sie auf der Seite KI-Prozessautomatisierung den kostenlosen Prozess-Check, ohne Verpflichtung.

Häufige Fragen

Was kostet Zapier im Monat?

Der Free-Tarif ist kostenlos und enthält 100 Tasks. Professional kostet ab 19,99 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung (29,99 US-Dollar bei monatlicher Zahlung) für 750 Tasks, Team ab 69 US-Dollar für 2.000 Tasks und bis zu 25 Nutzer. Alle Preise ohne Steuern, Stand Oktober 2026.

Ist Zapier kostenlos nutzbar?

Ja, mit dem Free-Tarif: 100 Tasks im Monat, aber nur zweistufige Zaps mit einem Auslöser und einer Aktion. Für Abläufe mit mehreren Schritten brauchen Sie Professional, das Sie 14 Tage ohne Kreditkarte testen können.

Was passiert, wenn meine Zapier-Tasks aufgebraucht sind?

Bei Konten, die nach Januar 2024 angelegt wurden, ist Pay-per-task standardmäßig aktiv: Die Zaps laufen weiter, und jeder zusätzliche Task kostet einen Aufschlag, bis zum Dreifachen Ihres Kontingents. Ist die Funktion ausgeschaltet, hält Zapier neue Läufe bis zum nächsten Abrechnungszeitraum an.

Wie viele Tasks verbraucht ein KI-Schritt in Zapier?

Das hängt von der Modellstufe ab: Standard kostet 1 Task, Advanced 3 und Premium 5, und jeder Werkzeugaufruf kostet noch einmal so viel. Neue KI-Schritte stehen in bezahlten Tarifen standardmäßig auf Premium, prüfen Sie die Einstellung deshalb bei jedem Schritt.

Gibt es Zapier auf Deutsch?

Nein. Laut Zapier-Hilfe gibt es die Oberfläche und das Hilfe-Center nur auf Englisch. Ihre Zaps verarbeiten deutsche Texte trotzdem problemlos, und mit Translate by Zapier lassen sich Texte innerhalb eines Ablaufs übersetzen.

Ist Zapier teurer als Make und n8n?

Bei mehrstufigen Abläufen und wachsenden Mengen meist ja, weil Zapier jeden Aktionsschritt zählt und n8n nur den kompletten Durchlauf. Im Rechenbeispiel mit 1.500 Vorgängen und vier Aktionen kostet Zapier 129 US-Dollar im Monat, Make Core 9 US-Dollar und n8n Cloud Starter 20 Euro, jeweils bei jährlicher Zahlung.

// erstgespräch

Welchen Ablauf wollen Sie loswerden?

Schreiben Sie mir in zwei, drei Sätzen, welcher Prozess Sie gerade Zeit kostet. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung, ob und wie er sich automatisieren lässt, und mit einem Vorschlag für ein Erstgespräch.

▸ hello@codevagabond.com